1. Mai – Heute mehr denn je!

„Auch wenn der traditionelle Maiaufmarsch am Rathausplatz wegen der Coronavirus-Pandemie heute nicht stattfinden konnte, lassen wir uns diesen Feiertag nicht nehmen. Mit einem alternativen Programm machen wir deutlich, wie wichtig und aktuell der 1. Mai ist! Heute mehr denn je kommt es darauf an, mit den Gewerkschaften um jeden einzelnen Arbeitsplatz zu kämpfen! Es braucht dringendst Erbschafts- und Vermögenssteuern, um die Krisenfolgen zu bewältigen. Und all die ArbeitnehmerInnen, die sicherstellen, dass unser Alltag so gut wie möglich weitergeht, haben sich bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne verdient!“ – Landesparteisekretärin, LAbg. Barbara Novak

Hauptprogrammpunkt am 1. Mai war eine eigens produzierte TV-Sendung, die die 130 jährige Geschichte des 1. Mai und der Sozialdemokratie erzählte. Darin kommen der Wiener SPÖ-Vorsitzende, Bürgermeister Dr. Michael Ludwig, SPÖ-Vorsitzende Pamela Rendi-Wagner, ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian, AK-Präsidentin Renate Anderl und die Wiener SPÖ-Frauenvorsitzende, Marina Hanke zu Wort. Und es werden HeldInnen des Alltags, die uns durch die Corona-Krise bringen, vor den Vorhang gebeten.

Hier gibt es die gesamte Sendung zum Nachsehen.

Damit sind unsere Feierlichkeiten aber noch lange nicht zu Ende. So kann man den Feiertag gemeinsam mit Freunden und Bekannten aus der Umgebung verbringen – indem man am Video-Chat der jeweiligen SPÖ-Bezirksorganisation teilnimmt. Und damit auch für die notwendige Stimmung und Untermalung gesorgt ist, haben wir eine von Landesparteisekretärin Barbara Novak moderierte ArbeiterInnenlieder-Playlist auf Soundcloud eingerichtet: Von der ‚Internationale‘ und ‚Die Arbeiter von Wien‘ bis hin zu weniger bekannten Klassikern aus der Geschichte unserer Bewegung.

„Wir feiern heute einen besonderen 1. Mai in einer Ausnahmesituation. Aber: Nächstes Jahr ziehen wir wieder wie gewohnt in voller Stärke über den Rathausplatz! Dafür machen wir schon heute umso deutlicher: Niemand wird zurücklassen, schon gar nicht die Schwächsten in unserer Gesellschaft. Wien bleibt auch in Zukunft die Stadt der sozialen Gerechtigkeit und des Miteinanders! Dafür kämpfen wir – heute mehr denn 1. Mai!“ – Landesparteisekretärin, LAbg. Barbara Novak

Bürgermeister Dr. Michael Ludwig: Warum wir die Sozialdemokratie mehr denn je brauchen

„Manche fragen, braucht man die Sozialdemokratie auch heute noch. Ich kann nur sagen: Mehr denn je! Die Auswirkungen, die das Corona-Virus mit sich bringt, in der Wirtschaft, am Arbeitsmarkt, werden eine starke Sozialdemokratie erfordern.“

„Heute haben wie 220.000 Gemeindewohnungen, 200.000 von der Stadt Wien geförderte Miet- und Genossenschaftswohnungen. Mehr als 62 Prozent der Wiener Bevölkerung leben in einer geförderten und damit leistbaren Wohnung. Das ist internationale Spitze.“

„Wir haben ein sehr gut funktionierendes öffentliches Gesundheitswesen, das sich um die Menschen kümmert, wenn man es benötigt. Es war wichtig, dass wir allen Vorschlägen des Rechnungshofs und der anderen Parteien getrotzt haben und dass wir ausreichend Intensivbetten vorrätig gehalten haben für eine Situation, in der man vor allem den Menschen helfen muss.“

„130 Jahre Sozialdemokratie, 130 Jahre 1. Mai haben gezeigt, was die SPÖ in dieser Zeit für die Menschen in unserer Stadt, in unserem Land erreichen konnte: Gerechte Arbeitsbedingungen, ein optimales Bildungssystem, leistbaren Wohnraum und was gerade in diesen Tagen besonders wichtig ist, ein gut funktionierendes Gesundheitssystem. Und darum kämpfen wir auch weiter! In Wien lassen wir niemanden zurück!“

SPÖ-Bundesparteivorsitzende Pamela Rendi-Wagner: Eine neue Solidarität in Österreich

„Wir müssen unseren Sozialstaat noch stärker und widerstandsfähiger machen. Wir müssen mit hohen Investitionen Wirtschaft und Beschäftigung stärken. Und wir müssen deutlich machen: Alle haben ihren Beitrag zu leisten und Verantwortung zu tragen.“

„Heute brauchen wir mehr denn je soziale Gerechtigkeit, sichere Arbeitsplätze und eine neue Solidarität.“

Wiener SPÖ-Frauenvorsitzende Marina Hanke: Seit jeher kämpfen wir Frauen für Gerechtigkeit!

„Frauen sind immer auch für ein leistbares Leben, für ein besseres Leben für alle auf die Straße gegangen.“

Im roten Wien der ersten Republik sind in den zentralen Lebensbereichen, die Grundsteine für diese Stadt gelegt worden. In den vielen Jahren danach, haben wir sie als Sozialdemokratinnen weiter gestaltet, weiter ausgebaut und verbessert.

AK-Präsidentin Renate Anderl: Besser Bezahlung, bessere Arbeitsbedingungen und kürzere Arbeitszeiten

„Die Beschäftigten brauchen Entlastungen und nicht noch weiteren Druck. Ganz besonders heuer, sieht man, wer die wirklichen HeldInnen der Arbeit sind und was sie für uns alle, für die Gesellschaft insgesamt leisten.“

„Es genügt nicht, von den Balkonen zu klatschen oder einmalige Prämien zu spendieren. Der Tag der Arbeit ist ein guter Anlass, um dauerhafte Wertschätzung für alle beschäftigten einzufordern, die jetzt einen Knochenjob machen. Respekt und Wertschätzung ist jetzt angesagt. Wertschätzung heißt für mich bessere Bezahlung, bessere Arbeitsbedingungen und kürzere Arbeitszeiten.“

ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian: Soziale Sicherheit für alle!

Wir müssen alles tun, damit wir die Wirtschaft wieder hochfahren können, damit Arbeitsplätze entstehen, von denen man gut leben kann und eine Wirtschaft, die die Basis dafür bildet, dass wir unseren Sozialstaat weiter ausbauen können. Wir müssen dafür sorgen, dass die soziale Sicherheit für alle Menschen in diesem Land gesichert ist!“

„Der Sozialstaat ist keine Selbstverständlichkeit! Dass er uns jetzt in dieser Krise nützt, das haben wir alle gesehen und zum Teil am eigenen Leib gespürt. Dass er aber auch in der Zukunft eine wichtige Rolle spielen wird und dass wir ohne den Sozialstaat sehr schwierigen und unsicheren Zeiten entgegen gehen, das ist glaube ich klar und das ist auch die Mission dieses 1. Mai für mich.“

1. Mai – Heute mehr denn je!