Kathrin Gaál: „Leistbaren und sicheren Wohnraum für die WienerInnen gewährleisten“

In unserer gestrigen Online-Sprechstunde unter dem Motto "Zusammen sind wir stärker" hat sich Wohnbau- und Frauenstadträtin Kathrin Gaál den interessierten Fragen der WienerInnen gestellt. Sie hat unter anderem erzählt, was die Stadt Wien tut, um leistbaren und sicheren Wohnraum für alle WienerInnen zu gewährleisten und welche Maßnahmen es insbesondere beim Gewaltschutz für Frauen in der Corona-Krise gibt.

Delogierungsstopp bei Wiener Wohnen


Die Krise habe einmal mehr gezeigt, dass es eine sehr gute und weitsichtige Entscheidung war, den Wiener Wohnbau in öffentlicher Hand zu lassen und so leistbaren und sicheren Wohnraum für die WienerInnen zu gewährleisten, betonte Gaál. „Wiener Wohnen hat gleich zu Beginn der Krise einen Delogierungsstopp ausgesprochen, damit die Menschen sicher sein können, dass sie ihre Wohnung nicht verlieren und ein sicheres Zuhause haben, wie man es in so unsicheren Zeiten ganz besonders dringend braucht.“

Widmunsgkategorie geförderter Wohnbau


In Wien habe man immer dafür gekämpft, den sozialen Wohnraum für alle WienerInnen abzusichern. Dazu gehört unter anderem, dass mit Bauland in Wien keine Spekulation betrieben wird, sondern der geförderte Wohnbau noch Möglichkeiten hat, zu Flächen zu kommen. „Das haben wir mit der Widmungskategorie geförderter Wohnbau gemacht, die uns auch international viel Lob eingebracht hat. Wir haben mit dieser Widmungskategorie abgesichert, dass zwei Drittel der neu für Wohnen gewidmeten Flächen für geförderten Wohnraum zur Verfügung stehen“, so Gaál.

Leistbares Wohnen für Alleinerziehende


„Leistbares Wohnen ist für die Menschen in unserer Stadt besonders wichtig, aber für Alleinerziehende, die in vielen Fällen Frauen sind, natürlich doppelt und dreifach“, betonte die Wohnbau- und Frauenstadträtin. „Deswegen war es mir ein Anliegen, dass wir Angebote schaffen, um leistbares Wohnen für Alleinerziehende abzusichern. Das haben wir im Bereich des geförderten Wohnbaus mit dem Wohnmodell für Alleinerziehende ungesetzt, das wir aktuell in jeder Quartiersentwicklung umsetzen. Da geht es um kompakte Wohnungsschnitte, die auch ein bisschen Privatsphäre für die Alleinerziehenden bringen, um Gemeinschaftsräume, um sich zu vernetzen, aber auch um Babysitting-Services, damit man sein Kind gut aufgehoben weiß, wenn man arbeiten gehen muss und Hilfe bei der Kinderbetreuung braucht“, erklärte Gaál. Dieses Wohnmodell gibt es mittlerweile schon in vielen Quartieren, etwa in der Wolfganggasse in Meidling oder der Käthe-Dorsch-Gasse in Penzing. „Wir werden dieses Modell zum Standard machen“, kündigte die Stadträtin an.

Gewaltschutz für Frauen


Viele ExpertInnen haben vor einem Anstieg der Gewalt gegen Frauen im Zusammenhang mit der Corona-Krise und den damit verbundenen Ausgangsbeschränkungen gewarnt. „Wir haben von Anfang an großes Augenmerk auf das Thema Gewaltschutz gelegt. Etwa im Austausch mit der Polizei, beim Frauenservice der Stadt Wien, mit dem 24-Stunden-Frauennotruf oder beim Verein Wiener Frauenhäuser, wo die wirklich kompetenten MitarbeiterInnen sofort ein Notfallkonzept erarbeitet haben, mit dem gewährleistet wird, dass es auch in dieser schwierigen Zeit genug Frauenhausplätze für von Gewalt betroffene Frauen und ihre Kinder gibt“, so die Frauenstadträtin.

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