Filmteichstraße gegen Straßenrennen gewappnet

Die Filmteichstraße in Favoriten ist ein bekannter Hotspot für Roadrunner und illegale Straßenrennen. Dem soll ab sofort mit gezielten Maßnahmen ein Ende gesetzt werden.

Die Filmteichstraße nahe dem Kurpark Oberlaa ist nicht nur bei Spaziergängern beliebt. Abends wird sie nämlich zu einer beliebten Strecke für illegale Straßenrennen. Dies verursacht eine enorme Lärmbelästigung, es kommt zu Müllansammlungen und lautem Musizieren, was verständlicherweise zu massiven Beschwerden der AnrainerInnen führte. Dazu kommt eine große Gefahr für andere VerkehrsteilnehmerInnen. Durch bauliche Maßnahmen wird nun für mehr Sicherheit gesorgt.

„Die Sicherheit der BersucherInnen und der AnrainerInnen muss an oberster Stelle stehen! Es darf nicht erst was passieren, damit etwas getan wird. Die Situation mit den neuen Maßnahmen wird genau beobachtet mit der Hoffnung, dass diese Erfolge bringen. Wenn nicht, wird die Lage neu eruiert und das solange bis die Lage unter Kontrolle ist!“ So Gemeinderat Christian Hursky (SPÖ).

Betonleitwände und Stuttgarter Schwellen

Noch vor dem Sommer wurden Betonleitwände aufgestellt sowie der südliche Parkplatz gesperrt. Darauf folgte die Anbringung von insgesamt fünf Stuttgarter Schwellen, die die Raser beim Queren der Aus- und Einfahrt bremsen sollen. Inzwischen sind im östlichen Teil der Filmteichstraße acht Durchfahrten, die den Rasern bisher als Parkplätze dienten, gesperrt worden. Abgesperrt wurde zudem auch die Durchfahrt zum Gartenamt MA42. Der hierdurch entstandene Bereich soll zukünftig eine „grüne Insel“ werden. BesucherInnen der Panoramaschenke können jedoch aufatmen: Die Zufahrt zum beliebten Restaurant bleibt weiterhin unverändert möglich.

Bauliche Maßnahmen: Eine temporäre Lösung

All diese Gegenmaßnahmen schaffen im Kampf gegen die illegalen Straßenrennen zwar temporär Abhilfe, sind laut Bezirksvorsteher Marcus Franz (SPÖ) jedoch ebenfalls ein Indiz dafür, dass es in Favoriten nicht ausreichend PolizistInnen gäbe, um dieses Problem ein für alle Mal zu lösen.

„Die Polizei kann und konnte die Verstöße der Rowdies nicht flächendecken kontrollieren, was sehr traurig ist. Daher mussten wir diese Maßnahmen zum Anrainerschutz- mit Hilfe der MA42- jetzt selbst regeln. Welche baulichen Lösungen wir aber auch immer setzen: Ohne zusätzliche Polizisten für Favoriten, die die Straßenregeln kontrollieren, sind auch diese Maßnahmen nur bedingt wirksam.“, so der Favoritner Bezirksvorstehe, Marcus Franz.

Der Appell richtet sich an das Innenministerium, das bereits seit Jahren eine Aufstockung der Polizeiposten im 10. Wiener Gemeindebezirk verspricht. Diese ist bis dato jedoch ausgeblieben. Bis der Polizeimangel überwunden ist, werden die vom Bezirk initiierten Maßnahmen